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 2004
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Mein Urlaubsbericht

Es war ein unheimlich stressiger Tag! Bis 23 Uhr hatte ich viel zu erledigen – natürlich ohne zu essen! Ich kam dann heim, kurz was gegessen und habe dann bis 1 Uhr gepackt. Wie spät ist es! 1 Uhr! Oh Mann, da brauch ich nicht mehr ins Bett! Nach 2 Std. Couchschlaf hat mich mein Bruder abgeholt.

Nach einem Frühstück bei ihm ging es los. Vorher musste allerdings das Gepäck verstaut werden, was kein leichtes Unterfangen war! Lutz, bei dem ich mitfahren durfte, hatte keinen Platz für meine kleine (!) Tasche! Grund dafür war seine Essensration – mehrere Liter Milch, einige Konserven, Kartoffeln und... Äpfel, worüber wir im ganzen Urlaub den einen oder anderen Scherz machten.

Die 2-tägige Fahrt verging durch die schöne und vielseitige Landschaft wie im Flug.

Am Montag waren wir dann zu einem sehr leckeren Essen bei der Manu, einer dort lebenden Deutschen, eingeladen. Es kamen noch 6 weitere aus dem Forum, die mit uns einen schönen Nachmittag verbrachten.

Am Dienstag machten wir eine Inselrundfahrt, wo uns Claudia und Wolfgang die Sehenswürdigkeiten zeigten. Sie erzählten auch viel Interessantes darüber, was wir bei der Rallye auch gut brauchen konnten, um die Fragen zu den verschiedenen Orten beantworten zu können.

So, es ist Mittwoch. Möge die Rallye beginnen!

Vorab! Claudia und Wolfgang haben sich viel Gedanken und Arbeit gemacht! Und das bekamen wir gleich am Anfang zu spüren.

Wir bildeten 3 Teams: Andi und Vroni, ein Pärchen aus Österreich, Thomas, ein Schwabe und Lutz, der Ossi, Josef, auch aus Österreich und mir, auch Thomas.

Wir fuhren zum Paradise-Beach (den Namen trägt er nicht zu Unrecht!) und begannen mit den „Olympischen Spielen“. Sie beinhalteten: Liedergurgeln, Partner-Wettlaufen mit zusammengebundenen Beinen gegen ein anderes Team, Schubkarren mit Wasserbechern auf dem Rücken, mit einem löchrigen Becher Meerwasser in eine etwa 10 m entfernte Flasche schütten und einen Smart aus Sand bauen und noch einige Spiele mehr. Leider verletzte sich Andi bei einem der Spiele am Sprunggelenk so stark, dass er den ganzen Urlaub nicht mehr richtig auftreten konnte. Die Spiele waren sehr anstrengend und wir waren froh, dass wir uns den restlichen Nachmittag entspannt in die Sonne legen konnten.

Am nächsten Morgen mussten wir zu einer Villa und der darunter liegenden Fabrik. Sie gehörte der Firma Krupp und war schnell gefunden.

Anschließend gingen wir ein Frappé trinken und widmeten uns den anderen Aufgaben. Ja! Sie haben sich wirklich viel Arbeit gemacht! Josef und ich saßen da und versuchten 27 multiple Choice und 14 „normale“ Fragen zu lösen, die z.T. aus „Wer wird Millionär“ stammten! Es waren viele Mythologiefragen, ein paar deutsche Grammatikfälle und allgemeine Fragen. Zum Glück kam gerade die Manu vorbei, die uns etwas bei den Fragen half. Und auch bei dem Gedicht, das wir machen mussten, und zwar aus folgenden Wörtern: Thassos, Smart, Rallye, Gott/Götter, Sonne, Meer, Griechenland, Mythologie, Aristoteles, Pythagoras, Philosophie, Mathematik und Antike. Anschließend mussten wir einen See mit einem kleinen Wasserfall finden, den wir abzeichnen sollten. Danach sind wir etwas essen gegangen und machten uns an das nicht ganz einfache Wagenrennen-Rätsel. Wie an jedem Tag trafen wir uns alle gegen 20 Uhr und gingen Essen, wo wir dann den Tagessieger ermittelten. Wir bekamen auch die Aufgabe, 15 griechische Vorkabeln bis zum Rallye-Ende zu lernen.

Der 3. Rallyetag begann mit einer Klosterbesichtigung und einigen Fragen dazu. Wir fuhren dann zu einem kleinen Strand und besichtigten die in der Nähe liegende Ausgrabungsstätte und ein antikes Marmorwerk. Es wurde bis zur Wasseroberfläche abgebaut und das überspülende Meer lässt es wie eine riesige Badewanne aussehen. Eine wunderschöne „Halbinsel“, wo sich jeder viel Zeit nehmen sollte, um sie anzuschauen!

So, wir haben Samstag und es regnet. Also fällt leider die Schiffsrundfahrt flach! Den Tag nutzte jeder für sich.

Sonntag waren wir in Theologos und mussten Kirchen zählen. Theologos ist ein kleines Bergdorf, hat aber 6 Kirchen. Wir fuhren dann zu einem Reiterhof, wo wir diesmal Tiere zählten. Sie hatten Ziegen, Hunde, Katzen, Esel und natürlich Pferde. Nach einer Pause fuhren wir zum „Heiligen Antonios“ und mussten die „Opfergaben“ auf der „Mahntafel“ zählen. Da Josef und ich uns was anderes darunter vorstellten, fanden wir sie nicht. Bei der abendlichen Besprechung erfuhren wir, dass eine kleine Statue mit einem wahrhaftig riesigen „Freudenspender“ gemeint war. Davor stand eine Tafel, wo die Gerichte des Restaurants abgebildet waren, die wir zählen sollten.

Und jetzt mussten wir in den sauren Apfel beißen! Denn Teil der Tagesaufgabe war es, Syrtaki zu lernen und ihn abends vorzuführen. Wir sind jetzt im KA-PA-XI, wo uns Vasili, der Barmann, bereitwillig hilft, der Aufgabe gewachsen zu sein. Nach kurzer Zeit hat es richtig Spaß gemacht und nach einer Stunde ging es schon ganz gut. Die Stunde der Wahrheit war gekommen! Vasili spielte das ausgemachte Lied und wir begannen zu tanzen. Zum Glück war zu dem Zeitpunkt die Bar fast leer, bis auf ein paar Griechen, die uns etwas seltsam ansahen. Sie dachten bestimmt: Touristen! Aber es hat Spaß gemacht! Nach 15 Minuten setzten wir uns völlig außer Atem wieder und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Wie an jedem Morgen trafen wir uns zum Frühstück. Danach war heute Markt in Prinos angesagt, wo wir uns mit günstigen Jeans eindeckten. Nach dem Shoppen in Limenas fuhren wir zur Ilka, die mit uns eine interessante Führung machte. Sie führte uns entlang der alten Stadtmauer und wir sahen einen Tempel und das antike Theater, bevor wir einen wunderschönen Ausblick über einen Großteil der Insel hatten.

Der letzte Tag der Rallye bricht an und wir sind unterwegs zum „Ägyptischen Platz“. Der kleine Platz gehört nämlich bis heute immer noch Ägypten. Es ist ein gemütlicher Ort, auf dem 2 Restaurants sind und mehrere uralte Platanen. Nach einer kleinen Stärkung fuhren wir nach Limenas, wo wir eine große Ausgrabungsstelle anschauten. Ein faszinierender Ort, wenn man seiner Fantasie freien Lauf lässt und sich vorstellt, wie alles mal ausgesehen haben könnte! Nach dem Abendessen wurden dann unsere Vokabeln abgefragt und wir trugen unsere Gedichte vor, die alle sehr lustig waren. Ralleysieger wurden Andi und Vroni.

Am Mittwoch holten wir dann die Schiffrundfahrt nach, die einen erstaunlichen Blick auf die Insel offenbarte. Den Rest der Woche war das Wetter schlecht und man konnte einige Besorgungen machen. Nachdem am Freitag Josef und Thomas gefahren sind, wurde das Wetter auch wieder besser und ich verbrachte meine letzte Woche am Strand.

Am Donnerstag hatte Claudia Ihren 30. Geburtstag, den wir im KA-PA-XI feierten, leider auch mit einem weinenden Auge, weil wir am nächsten Tag wieder heimfuhren.

Abschließend ist nur noch zu sagen: Mein nächster Urlaub wird wieder in Thassos sein!!

 

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